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Schützengesellschaft 1471 Pfullendorf/Aach-Linz e. V.
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Schwäbische Zeitung hat einen Bericht von uns veröffentlicht

Olympische Erfolge erfreuen die Schützen Von Mark Hänsgen

Mit den hart erkämpften Medaillen verbessern die Athleten das Image der Schützenvereine bei den Olympischen Spielen in Rio hat es für die deutschen Sportschützen Gold geregnet: Dreimal konnten sie sich das Edelmetall sichern, holten zusätzlich sogar noch Silber – vier Jahre nach den medaillenlosen Spielen in London. Die Schützenvereine freuen sich sehr über die großen Erfolge.
Deren Image hatte vor allem wegen des Amoklaufs in Winnenden Schaden genommen, da der Vater des 17- jährigen Täters im Schützenverein aktiv war. Aufgrund der vielen Medaillen und umfangreichen Berichterstattung zur besten Sendezeit hoffen sie, dass der sportliche Gedanke wieder mehr im Fokus steht. Lautstark verlieh Barbara Engleder ihrer Freude Ausdruck, als die Sportsoldatin mit dem Kleinkalibergewehr im Dreistellungskampf siegte. Henri Junghänel gewann im Liegen Gold mit dem Kleinkalibergewehr, Christian Reitz im Stehen mit der Schnellfeuerpistole.

„Am überraschendsten war für mich aber Monika Karsch, die mit der Sportpistole über 25 Meter Silber holte“, sagt Andreas Priebsch, zweiter Vorsitzender der Schützengesellschaft Pfullendorf/Aach-Linz und ergänzt: „Die deutschen Athleten haben Millionen Zuschauern gezeigt, dass das Sportschießen kein wildes Rumballern ist, sondern von den Schützen höchste Konzentration verlangt.“

Lange litten die Mitglieder der Schützenvereine unter einer Negativkampagne, mussten sich für ihren Sport rechtfertigen. „Dabei gibt es strenge Sicherheitsvorschriften für den Gebrauch und die getrennte Lagerung der Sportwaffen und Munition. Zudem gibt es mehr unangekündigte Kontrollen als früher“, sagt Sportleiterin Reinhilde Priebsch.

Bei Trainings und Wettkämpfen achte mindestens eine ausgebildete Standaufsicht darauf, dass mit den Gewehren und Pistolen nicht rumgefuchtelt wird. Sie zeigt im Aach-Linzer Schützenhaus auf ein Plakat, das die idealen Körperhaltungen und Stellungen der Schützen beschreibt und sagt: „Bei uns geht es um den Sport und natürlich das kameradschaftliche Miteinander, und sonst um nichts anderes.“

Das sind auch die Gründe, warum Jasmin Benkler im April zum Verein gestoßen ist. Sie weiß genau, wie man das Luftgewehr handhabt. Die 16-Jährige legt zunächst eine dicke Schießjacke an, die durch ihr Gewicht Stabilität verleihen soll. „Es ist gar nicht so einfach, ruhig stehen zu bleiben“, sagt die Jungschützin.
Um ein Zittern zu verhindern, brauche es eine sehr ruhige Hand. Benkler stellt sich seitwärts zur Bahn, drückt den Hinterschaft des Sportgeräts an ihre Schulter und stützt den Lauf mit geballter Faust.
Kurz darauf ertönt ein mechanisches Klacken, der Schuss ist gefallen. „Sie muss dabei ihr Umfeld komplett ausblenden und mit einem Auge auf die zehn Meter entfernte Scheibe fokussieren“, erklärt Andreas Priebsch. Das Schießen fördere die Konzentration, was gerade für Schüler sehr nützlich sei.


Mehr als hundert Mitglieder zählt die alteingesessene Schützengesellschaft Pfullendorf/Aach-Linz zurzeit, darunter sind rund zehn aktive Jugendliche.
„Wir freuen uns über jeden, der mitmachen will“, sagt der zweite Vorsitzende.
Ein Zulauf wegen der Olympischen Spiele sei bisher aber nicht auszumachen.

In den vergangenen Jahren ist die Förderung des Sportschützen nach Angaben des Vereinsvorsitzenden der Schützengesellschaft, Wolfgang Utz, zunehmend zurückgegangen. „Dahingehend würde ich mir viel mehr Unterstützung wünschen.
Die Schwimmer werden zum Beispiel sehr gut gefördert, sind diesmal aber Baden gegangen“, sagt Utz.



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(c) Schützengesellschaft 1471 Pfullendorf/Aach-Linz

Erstellt am 15.09.2016 16:39 Uhr von Florian Priebsch
Zuletzt geändert am 31.10.2016 22:14 Uhr von Martin Benkler